Kochtipps

Von A bis Z

Demnächst findest du hier noch mehr interessante und nützliche Kochtipps!

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A

Aroma
Grundsätzlich sollte man Aromastoffe, wenn möglich, meiden. Auch „Natürliche Aromen“ sind meistens chemisch basierte Stoffe. Die Bezeichnung ist jedoch irreführend, da für die Herstellung der Aromen als Trägerstoff „natürliche“ Lebensmittel, wie z. B. Sägespähne, verwendet werden und sie demnach als „Natürliches Aroma“ bezeichnen werden dürfen. Mit dem ursprünglichen Lebensmittel hat dieser Stoff dann trotzdem nicht viel gemein. Steht hingegen in der Zutatenliste die Fruchtbezeichnung vor dem Aroma, z. B. „Natürliches ERDBEERaroma“, dann müssen 95 % aus der tatsächlichen Frucht stammen. Abgesehen von dieser Tatsache irritieren Aromastoffe unsere Geschmacksnerven und lassen diese auf Dauer für natürliche Geschmäcker abstumpfen.

F

Fond, fertig kaufen
Wenn man keine Zeit hat einen eigenen Gemüsefond herzustellen, dann muss man auf fertige Produkte aus dem Supermarkt zurückgreifen. Ich habe festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist einen Fond ohne künstliche Geschmacksverstärker zu finden, der intensiv aber auch natürlich schmeckt. Nach dem Ausprobieren einiger Marken nehme ich am liebsten den Gemüse-Fond von Jürgen Langbein. Er hat einen leckeren, natürlichen und ausgewogenen Gemüse-Geschmack. Das enthaltene „Natürliche Gemüsearoma“ besteht zu mindestens 95 % aus Gemüse, da vor der Bezeichnung „Aroma“ das Wort „Gemüse“ steht. (siehe Beitrag „Aroma“)

K

Kochwasser, Salzgehalt
Wenn man das Kochwassers probiert, sollte es vom Salzgehalt her etwas weniger salzig als Meerwasser schmecken. Dann ist es genau richtig.
Kochwasser, schnell
Ein super Trick, um beim Kochen Zeit zu sparen, ist es das Wasser, bevor man es in den Topf gibt, in einem Wasserkocher aufzukochen. Am Besten füllt man schon sehr heißes Wasser in den Kocher, dann geht alles noch ein bisschen schneller!
Kurkuma
Da der Hauptwirkstoff des Kurkumas (Curcumin) schlecht wasser- dafür aber fettlöslich ist, entwickelt er in der Kombination mit Öl, z. B. Leinöl, besonders gut seine gesundheitsfördernde Wirkung. Auch Vitamin D ist ebenfalls fettlöslich. Wenn man also reglmäßig Vitamin-D-Tabletten nimmt, ist es für die Aufnahme in den Körper sehr hilfreich, wenn man vorher oder zu der Einnahme, etwas Ölhaltiges isst.

L

Leinöl

Leinöl muss gekühlt und vor Licht geschützt aufbewahrt werden, da es viele wichtige Nährstoffe enthält, die schnell verloren gehen können. Es ist nur ca. 4 Wochen haltbar und enthält in diesem Zeitraum noch alle gesunden Fettsäuren. In vielen Supermärkten kann man davon ausgehen, dass es wesentlich länger in den hellen Verkaufsräumen gelagert wird. Ganz wichtig: Leinöl ist nicht zum Braten geeignet! Also immer am Schluss kalt über das Gericht geben. Dann sind noch alle wichtigen Vitamine enthalten.

Ich nehme für mich immer nur das Leinöl der Ölmühle Solling. Bisher ist es das einzige Leinöl, was nicht bitter schmeckt, da es vor Ort frisch gepresst und direkt an den Kunden versendet wird. Es schmeckt richtig lecker und ist kein bisschen bitter, sprich rantzig, wie man es leider in vielen Supermärkten findet.

N

Nudeln, abschrecken
Wenn man die Nudeln nicht abschreckt, bleibt die Stärke, die sich außen befindet, erhalten und die Soße kann besser an den Nudeln haften. Außerdem sorgt man durch anschließendes kurzes abgedecktes „Ruhen“ dafür, dass die Soße richtig gut einzieht.

P

Pesto, selbermachen
Damit Pesto möglichst viele seiner leckere Aromen behält, sollte man die Zutaten nur ganz kurz aufmixen. Wenn man die Basilikum-Blättern zu lange mixt, kann das Pesto schnell "grasig" bzw. bitter schmecken. Deswegen die Blätter vor dem Pürieren schon möglichst klein schneiden und das volle Basilikum-Aroma genießen!
Pilze, waschen
Grundsätzlich sollte man vermeiden Pilze mit Wasser zu waschen, da sie einen Großteil ihres Geschmacks durch die Ausschwemmung bereits verlieren können. Ich nehme zum Putzen von Pilzen immer ein feuchtes Küchentuch mit warmem Wasser und reibe sie damit ab. Genauso kann man natürlich eine Pilzbürste verwenden. Ich reinige die Pilze aber lieber mit etwas Wasser.

R

Reis
Wenn man den Reis vor dem Kochen mehrmals gründlich wäscht, verliert er einen großen Teil der verklebende Stärke. Auf diese Weise wird der Reis schön locker und die kleinen Körner kleben nicht aneinander.

S

Spargel, grün
Je dünner der grüne Spargel, desto eher muss man ihn nicht schälen. Wenn er jedoch eine ähnliche Dicke wie weißer Spargel hat, sollte man den festen Schalenteil lieber entfernen.

T

Tofu
Da herkömmlicher, nicht biologischer, Tofu größtenteils genverändert ist und in vielen Fälle Hexan enthält, sollte man meiner Ansicht nach nur zu Bio-Tofu greifen. Bei Hexan handelt es sich um ein chemisches Lösungsmittel, das als Abfallprodukt bei der Verarbeitung von Benzin entsteht und als starkes Umweltgift gelistet wird. Man kann sich bei dem herkömmlichen Tofu nie sicher sein, dass es kein Hexan enthält, da es unglaublicher Weise nicht verboten ist. Ein deutliches Indiez sind jedoch die Inhaltsstoffe Sojaproteinisolate und Sojaproteinkonzentrate. Bezüglich genveränderter Lebensmitteln gibt es noch keine hinreichenden Studien, um Auswirkungen und Spätfolgen des Vezehrs zu belegen oder auszuschließen. Man geht mit dem Verzehr also ein Risiko ein.

Z

Zitronen
Damit man Zitronen leichter pressen kann, ist es gut sie vorher für ca. 1 Minute unter heißes Wasser zu halten und sie danach unaufgeschnitten mit der flachen Hand auf einem Tisch hin- und herzurollen. Auf diese Weise platzen schon viele der mit Saft gefüllten Zellen und man muss beim Pressen nicht mehr so viel Kraft aufwenden. Außerdem wird durch das heiße Wasser das Aroma der ätherischen Öle in der Schale verstärkt. Der Zitronenabrieb schmeckt so viel intensiver. Beim Abreiben der Schale sollte man nur solage reiben bis der weiße Teil der Schale sichtbar wird. Diesen Teil sollte man selbst nicht mitabreiben, da er viele Bitterstoffe enthält.
Zucker
Wenn man viel Zucker isst, sollte man immer darauf achten Lebensmittel zu essen, die einen entsprechenden Mineralien-Mangel ausgleichen. Denn wenn man viel Zucker isst, benötigt der Körper für die Verarbeitung Mineralien, wie z. B. Magnesium oder Kalzium. Wenn der Körper diese nicht zusammen mit dem Zucker bekommt, wie bei Süßigkeiten, nimmt er sie sich aus den körpereigenen Speicherreserven. Das ist unter anderem der Grund, warum zu viel Zucker den Körper schwächt. Dieser Mangelzustand kann z. B. Müdigkeit und Kopfschmerzen auslösen. Am Besten sollte man also immer einen entsprechenden Ausgleich schaffen und z. B. Gemüse nach dem Zuckergenuss essen. Aus diesem Grund ist Obst, auch wenn es genauso süß sein sollte wie ein Gummibärchen, immer noch wesentlich gesünder, da es die wichtigen Mineralien für die Verarbeitung bereits im Gepäck hat! Und wenn das Gummibärchen dann neben Zucker nur aus Aroma besteht, bedeutet das für den Körper nicht nur eine leere, wertlose Mahlzeit, sondern es irritiert die Sinne und entzieht ihm wichtige Mineralien. Trotzdem spricht natürlich nichts gegen eine kleine Süßigkeit, wenn man sie entsprechend mit gesunden Lebensmitteln kombiniert und keine großen Mengen zu sich nimmt.